Trends vorgestellt: Business Ecosystems


Mit der neuesten Innovation des „Business Ecosystems“ wollen Energieunternehmen Wertschöpfungsnetzwerke erschaffen und dadurch eine effizientere Leistungsgewinnung ermöglichen.

Ausgangslage: Komplexe Wertschöpfung und Leistungserbringung

Die Wirtschaft verändert sich auf Grund globaler Trends fortwährend. Diese Trends gehen auch an der Energiewirtschaft nicht spurlos vorbei. Ein aktueller Trend ist die Bildung von Unternehmensökosystemen, sogenannten Business Ecosystems. In einer Umfrage von accenture* aus dem Jahr 2018 gaben 85% der deutschen Geschäftsführer an, dass ihre gegenwärtigen Geschäftsmodelle in den nächsten fünf Jahren überholt sein werden – als Treiber dieses Wandels nennen sie Ökosysteme. Diese sind effizienter in der Leistungserbringung und verfügen über einen besseren Marktzugang.

Das Denken in der Wertschöpfungskette von Erzeugung, Transport, Handel und Verbrauch ist veraltet und heute viel zu kurz gedacht. Die Liberalisierung, der Klimawandel, neue Technologien und ein verändertes Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen neue Wertschöpfungsbereiche. Dazu zählen beispielsweise eine immer dezentralere Erzeugung, ein flexibleres Netz, Prosumer in jeder Kundengruppe oder zuletzt neuartige Marktrollen, wie der Messstellenbetreiber und digitale Infrastrukturen, wie eine Datenplattform oder die Schaffung eines Betriebssystems für die Smart City. Zusätzlich entstehen neue Geschäftsbereiche, wie Mobilität oder Telekommunikation, die Versorger vor neue Herausforderungen stellen. Das Zeitalter der Business Ecosystems ist längst angebrochen.

Was bedeutet „Business Ecosystems“?

In einem Business Ecosystem werden lineare Wertschöpfungsketten durch Wertschöpfungsnetzwerke und Plattformen ersetzt. Der Grund dafür ist, dass Kunden in einer komplexeren Welt immer komplexere Anforderungen haben, die so einfach und ganzheitlich wie möglich bedient werden sollten. Alle Teilnehmer der Wertschöpfungsnetzwerke, vom Anbieter, Produzenten bis hin zum Dienstleister, sind deshalb über eine Plattform miteinander verbunden, um gemeinsam Lösungen für verschiedene Lebensbereiche ihrer Kunden zu finden und anzubieten. Statt sich bei jeder Anforderung einen neuen Dienstleister zu suchen, werden im Ökosystem diese Dienstleistungen zu einem Gesamtangebot zusammengefasst. Dabei entstehen verschiedene Rollen, die ein Unternehmen einnehmen kann: vom Anführer, Lieferant, Nischenspieler bis zum Orchestrator.


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Mit Wertschöpfungsnetzwerken und Plattformen den Kunden integrieren


Regionale Ökosysteme als Chance für Stadtwerke

Stadtwerke sind auf dem besten Weg, zu Orchestratoren von regionalen Ökosystemen zu werden. So ist einer der wichtigsten Partner in einem regionalen Ökosystem die Wohnungswirtschaft zur Umsetzung von dezentraler Erzeugung, Mobilitätskonzepten oder auch Metering und Smart Building- Lösungen, aber auch die Kommune selbst. Weitere Branchen, wie die Mobilitäts- oder die Versicherungsbranche, nehmen im regionalen Ökosystem eine zentrale Rolle ein und selbst die eigenen Kunden des Versorgers sind als Teil des Ökosystems zu integrieren. Oftmals muss der Blick gar nicht so weit gerichtet werden: Partner finden sich bereits im eigenen Querverbund oder innerhalb der Kommune selbst. So kann der starke und direkte Kundenzugang in der Region im Querverbund genutzt werden, um über Plattformen, wie beispielsweise die DIPKO , ein einzigartiges Kundenerlebnis zu schaffen und sich gegen externe Plattformen, seien es Amazon, Google oder CHECK24, zu beweisen. Dadurch kann in der eigenen Region der Marktzugang erhalten und vertieft werden. Dies ist ein Bestandteil, um die Smart City auf Kundenseite umzusetzen.

Anforderungen an das Arbeiten in einem Ökosystem

In einem Ökosystem bedarf es einer stark ausgeprägten Kooperationsfähigkeit, ganz gleich in welcher Rolle man sich befindet – ob als Leistungserbringer oder Orchestrator. Es stellt sich allerdings die berechtigte Frage nach der eigenen Kernkompetenz. Auf welchen Bereich möchte man sich mit seinem Unternehmen fokussieren und welche Stärken sollen weiter ausgebaut werden? Bei der Beantwortung dieser Frage gilt es gleichermaßen auch den Mut zu fassen, gewisse Bestandteile der eigenen Wertschöpfungskette bewusst auszulagern. Darüber hinaus bedarf es, eine neue Art der Zusammenarbeit auf Mitarbeiterebene und eine klare Kommunikation in Richtung Kunde und Netzwerk aufzubauen.

Interesse an noch mehr Trends?

Unternehmen, die sich regelmäßig mit Trends auseinandersetzen, fördern ihre Zukunftsfähigkeit. Trends sind die Grundlage für Innovation und sollten die Strategie eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen. Die Energieforen haben in Zusammenarbeit mit dem Innovationsökosystem der LF Gruppe einen Trendradar entwickelt. Jeder Trend ist kompakt und verständlich beschrieben und mit Fakten und Statistiken hinterlegt. Darüber hinaus finden Sie in dem Tool Anwendungsbeispiele aus der Praxis und Experteneinschätzungen zu Auswirkungen auf die Energiebranche.

Der Trendradar ist Leistungsbestandteil unserer Forenpartnerschaft und kann individuell auf Ihr Unternehmen angepasst werden. Gerne unterstützen wir Sie, auch Ihr Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Sprechen Sie uns an!


* www.accenture.com

Ansprechpartner

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