Kooperationsmöglichkeiten Energie- und Versicherungswirtschaft


Der wirtschaftliche Druck auf Energieversorgungsunternehmen (EVU) steigt seit einigen Jahren stark an. Dies führt dazu, dass die Unternehmen der Branche zunehmend auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern und neuen Geschäftsmodellen sind.

Soweit die eigenen Kompetenzen und Kapazitäten hierfür nicht ausreichen, sind Kooperationen ein oft genutztes Mittel, um neue Produkte zu entwickeln und schnell an den Markt zu bringen oder sich gänzlich neue Zielgruppen und Märkte zu erschließen.

Die Energieforen Leipzig GmbH haben im Auftrag der BNP Paribas Cardif Deutschland Versicherung untersucht, welche bestehenden Kooperationsformen es zwischen der Energiewirtschaft sowie in der Versicherungswirtschaft gibt und welche Überlegungen in beiden Branchen diskutiert werden, um gemeinsam erfolgreich zu sein.

Inhalt der Studie

Welche Kooperationsformen gibt es?

Kooperationen sind in der Energiewirtschaft nichts Neues. Einhergehend mit der Liberalisierung des Strommarktes lässt sich zu Beginn der 2000er Jahre ein starker Anstieg an Kooperationen zwischen Energieversorgungsunternehmen verzeichnen.

Diese Form der Kooperation (horizontale Kooperation) dient jedoch primär der Effizienzsteigerung und dem Ausbau bestehender Geschäftsmodelle. Des Weiteren bestehen Kooperationen mit Unternehmen, die in der Wertschöpfungskette des Produkts „Energieversorgung“ den Energieversorgern vor- oder nachgelagert sind. Diese vertikalen Kooperationen dienen der effizienteren Abwicklung und der Kosteneinsparung. Neue Geschäftsfelder können auch damit nicht erschlossen werden, da die bestehende Wertschöpfungskette nicht angetastet wird.

Sollen neue Geschäftsmodelle erschlossen werden, sind Kooperationen mit Unternehmen interessant, die mit der bisherigen Wertschöpfungskette, die ein Energieversorgungsunternehmen bedient, noch nicht in Berührung gekommen sind. Diese diagonalen Kooperationen verlängern die Wertschöpfungskette des Produkts „Energieversorgung“ um weitere Leistungen, wie beispielsweise die Finanzierung von Anlagen oder die Bereitstellung von zusätzlichen Produkten oder Dienstleistungen.

Kooperationsmodelle zwischen Energiewirtschaft und Versicherungswirtschaft

Kooperationen mit Versicherungsunternehmen sind geeignet, die bestehende Wertschöpfungskette des Produktes „Energieversorgung“ zu verlängern. Beide Branchen verkaufen ihre Produkte vollkommen unabhängig voneinander. Eine Versicherungspolice kann ohne Stromvertrag abgeschlossen werden und für den Abschluss eines Stromvertrags ist keine Versicherung notwendig. Beide Produktarten können sich jedoch unter Umständen ausgezeichnet ergänzen und somit einen zusätzlichen Mehrwert für den Endkunden schaffen, für den er auch bereit ist zu bezahlen.

Bewertung der Kooperationsmöglichkeiten

Für den Energieversorger entstehen im Wesentlichen drei Vorteile, welche sich aus einer Kooperation ergeben:

  • Zusätzlicher Umsatz und Marge
  • Kosteneinsparungen im Bereich Zahlungsausfälle, Mahnwesen und Sperrungen
  • Stärkere Kundenbindung und gesteigerte Kundenzufriedenheit

Kooperationen mit Versicherungsunternehmen können für Energieversorgungsunternehmen einen hohen Mehrwert bieten. Die aus der Verbindung heraus entstehenden Produkte verlängern die Wertschöpfungskette und sind in der Lage, einen positiven Beitrag zum Unternehmensergebnis zu leisten. Da vermehrt Bewegung in beiden Branchen zu erkennen ist, kann davon ausgegangen werden, dass sich entsprechende Produkte in den nächsten drei Jahren stark entwickeln werden.

Ansprechpartner

Fabian Wohlfart, Leiter Kompetenzfeld Unternehmensentwicklung & Organisation
Bild von Fabian Wohlfart

+49 341 98988-522

V-Card herunterladen

Kooperationspartner

Bestellformular

Hier downloaden

0,13 MB