Entwicklung der Netznutzungsentgelte in Deutschland


Analyse der Entwicklung der Netznutzungsentgelte bis zum Jahr 2023

Netz

Die vorliegende Studie wurde im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei gemeinsam von der Technischen Universität Dresden und der Energieforen Leipzig GmbH durchgeführt und bietet eine grundlegende und regionalisierte Analyse der Entwicklung der Netznutzungsentgelte bis zum Jahr 2023 in Deutschland.

Inhalte der Studie

Zur Umsetzung der Energiewende ist in den kommenden Jahren ein substantieller Netzausbau vorgesehen, dessen Höhe regional unterschiedlich ausfallen und sich somit auch unterschiedlich stark auf die Netznutzungsentgelte in den einzelnen Regionen auswirken kann.

Zur Prognose der Netzkosten wurde die regionale Entwicklung der Netznutzungsentgelte auf Landkreisebene für die Kundengruppen Haushalt und Gewerbe sowie Industrie bis 2023 unter Berücksichtigung des erwarteten Netzausbaus sowie demographischer Entwicklungen mit einem detaillierten Modell der Kostenbestandteile für Übertragungs-und Verteilungsnetze abgeschätzt.

Abschließend wurde betrachtet, welche Kreise und Bundesländer von einer bundesweiten Wälzung der Netznutzungsentgelte profitieren würden. Hier zeigt sich, dass die ostdeutschen Flächenländer sowie die Küstenländer Schleswig-Holstein, Teile Niedersachsens und Teile Bayerns von einer bundesweiten Wälzung der Netzentgelte profitieren würden.

Zentrale Ergebnisse

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass einige der Regionen, auf die die meisten Investitionen entfallen, in besonderem Maße durch den Bevölkerungsrückgang vom demographischen Wandel betroffen sind. Die regionalisierte, demographisch bereinigte Bottom-up-Prognose der Netznutzungsentgelte weist Regionen aus, die strukturell durch die Netzkosten benachteiligt sind. Diese, vom demographischen Wandel besonders betroffenen Gebiete beschränken sich jedoch nicht ausschließlich auf die überwiegend ländlich strukturierten neuen Bundesländer sondern sind auch im Nordosten Bayerns, dem Saarland oder dem Ruhrgebiet anzutreffen. Bereits bei heutigen Netznutzungsentgelten würde ein 3-Personen-Haushalt ca. 64 EUR in Mecklenburg-Vorpommern bzw. 69 EUR in Sachsen bei einem bundesweiten Wälzen des Netznutzungsentgeltes weniger zahlen müssen, während die Mehrbelastung auf der Seite der westlichen Flächenländer bei maximal 20 EUR liegen würde.

Insgesamt lässt sich aus den Ergebnissen der Analyse schlussfolgern, dass die regionale Ungleichverteilung der Netzkosten tendenziell zunimmt und es Regionen in Deutschland gibt, in denen hohe Netzausbaukosten, eine negative demographische Entwicklung und eine geringe Kaufkraft zusammentreffen und so Privathaushalte sowie Industriebetriebe stark belasten.

Ansprechpartner

Fabian Wohlfart, Leiter Kompetenzfeld Erzeugung & Infrastruktur
Bild von Fabian Wohlfart

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