Das sind WIR - unser Kompetenzteam Organisation der Zukunft

Wie sich unsere Arbeitswelt zukünftig gestaltet, weshalb der Mensch im Unternehmen so wichtig ist und welche Rolle Kuchen bei all dem spielt, verraten wir Ihnen im Interview.

Typ:
Blogartikel
Rubrik:
Unternehmensorganisation
Themen:
EFLInside
Das sind WIR - unser Kompetenzteam Organisation der Zukunft

(v.l.n.r.)

Erik Heilmann: begeisterter Arbeitswelten-Impulsgeber | Spezialist für die Themen Kultur, Veränderungsbegleitung und Unternehmensstrategie | Massagemensch

Mona Bürk: Themenweltleiterin Organisation der Zukunft | Systemischer Coach | Profi für Kommunikation und Veränderungsbegleitung | Theatertante

Dominik Hartmann: New Work-Enthusiast | Experte für Innovation, Kultur und Teamentwicklung | staatlich geprüfter Kuchentester

 

Organisation der Zukunft – dieser Begriff ist für Außenstehende manchmal nicht ganz greifbar. Welchen konkreten Aufgaben widmet ihr euch in eurem Tätigkeitsfeld?

Unter dem Thema Organisation der Zukunft verstehen wir alles, was Organisationen brauchen, um fit für die Zukunft zu sein, wie z.B. hybride Arbeitswelten, eine attraktive Arbeitgebermarke sowie innovatives und agiles Arbeiten. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Bereiche Kultur und Führung sowie Persönlichkeitsentwicklung, weil sie die Grundlage bilden, um die erstgenannten Themenfelder überhaupt zu ermöglichen.

Was machen wir also den ganzen Tag? In erster Linie begleiten wir Unternehmen, Teams und Führungskräfte aus dem Versorgungsbereich. „Begleiten“ bedeutet für uns, je nach Bedarf, mit unserer Expertise beraten oder auch persönlich auf dem individuellen Weg bestärken („coachen“). Generell sind wir in unserem Tagesgeschäft im stetigen Austausch mit den Kundinnen und Kunden, geben Trainings zu bestimmten Themen und sind auch in vielseitigen Projekten mit Stadtwerken, Versorgern sowie Netzbetreibern unterwegs. Zusätzlich veranstalten wir Netzwerktreffen und Kongresse zum Thema Organisation der Zukunft und sind nicht zuletzt auch bei Forschungsarbeiten und Studien dazu beteiligt. So haben wir zum Beispiel im vergangenen Jahr im Rahmen der LF Gruppe und in Kollaboration mit der HHL Leipzig Graduate School of Management an der Leipziger New Work Studie mitgewirkt.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Faktoren und Einflüsse unsere Arbeitswelt grundlegend geprägt und verändert. Wie gestaltet sich diese eurer Meinung nach zukünftig und wo seht ihr den größten Handlungsbedarf?

Ganz allgemein sind Veränderungen nicht als Übergangserscheinung, sondern als permanenter Begleiter in der Arbeitswelt zu verstehen. Dass Strukturen, Rollen oder Abläufe „historisch gewachsen“ sind oder man Prozesse „schon immer so gemacht“ hat, zählt nicht als Argument gegen Wandel. Aus diesem Grund besteht für uns großer Handlungsbedarf hinsichtlich der Geisteshaltung von Mitarbeitenden, neue Umstände nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu begreifen.

Auch die Erwartungshaltung an Führungskräfte ändert sich. Es ist weiterhin Führungsaufgabe, die Richtung vorzugeben, in die sich das Team bewegen soll, um den Unternehmenserfolg zu sichern. Doch mehr und mehr lernt jede und jeder Einzelne, Verantwortung zu übernehmen und diese gleichzeitig an der richtigen Stelle abzugeben. Sobald eine gewisse Komplexität da ist, funktioniert es anders nicht mehr. Kein Mensch kann bei nicht nur komplizierten, sondern komplexen Sachverhalten vorgeben, was im Einzelnen zu tun ist. Selbstorganisation wird also immer größer geschrieben, um Entscheidungen und Reaktionen nicht unnötig zu verlangsamen. Aufgabe der Führung ist es dann vor allem, den passenden Rahmen zu schaffen, damit einerseits das Tagesgeschäft bearbeitet und andererseits neue Geschäftsfelder identifiziert und Innovationen hervorgebracht werden. Diese Ambidextrie – die Beidhändigkeit von Tagesgeschäft und Innovation zu jonglieren und zu vereinen – betrifft dabei in hohem Maße das Umfeld von Stadtwerken und Energieversorgungsunternehmen.

Im Großen und Ganzen können wir sagen: Wir wissen, dass wir nicht wissen, wie genau die zukünftige Arbeitswelt aussieht. Was wir wissen: Die Arbeit wird für den Menschen und dessen Umwelt gemacht. Der Mensch ist und bleibt also die Konstante bei dem ganzen Wandel und sollte demnach im Fokus stehen.

Wodurch zeichnet sich für euch eine gute und gleichermaßen erfolgreiche Unternehmenskultur aus?

Ein grundlegend positives Menschenbild – viele Organisationen unterschätzen, wie gern Menschen etwas zur Veränderung beitragen. Dafür müssen jedoch einige Rahmenbedingungen stimmen!

Empathie und Offenheit – bereichsübergreifende Arbeit und weg vom Silodenken erreicht man mit einem offenen Ohr, Neugierde und dem Willen, sich in Kolleginnen und Kollegen sowie in andere Bereiche des Unternehmens hineinzuversetzen.

Selbstreflexion – Menschen und Organisationen müssen ein Gefühl dafür bekommen und realistisch einschätzen können, wo sie stehen und was die eigenen Bedürfnisse sowie Motive sind, um von dort aus Veränderung nachhaltig anzugehen.

Auf was könntet ihr in eurem Alltag auf gar keinen Fall verzichten?

Dominik: Kuchen für den Zuckerrausch und CrossFit, um die Folgen des Zuckerrausches im Zaum zu halten.

Mona: Dominik im Kuchenrausch und Erik, um die Auswirkungen des Kuchenrausches bändigen zu können.

Erik: Regelmäßiges Tanzen und Schwimmen, um keinen Knacks wegzubekommen bei all den Kuchendiskussionen.

Vielen Dank!

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